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Historie

Seit 700 Jahren im Dialog zwischen Tradition und Innovation, Aktion und Kontemplation, Reflektion und Rekreation, Kunst und Wissenschaft, Spiritualität und Gesellschaft.

Ein Ort mit Geschichte

Unser Haus hat Geschichte. 1321 erstmals urkundlich erwähnt, waren die Besitzer des Grundstücks zur Spende von Kerzen an den Dom verpflichtet, die an den Hochfesten dem "Bilde Unserer Lieben Frau" vorangetragen wurden. Hieraus erklärt sich der Name LÜCHTENHOF (curia luminum - Lichterhof).

Ein klösterlicher Ort

Im Jahre 1440 fand sich in Hildesheim der Frater Godefredus ein, Mitglied der "Congregation Mariae virginis", die ihren Hauptsitz in Münster hatte. Als von dort weitere Brüder kamen stellte Bischof Magnus ihnen seinen LÜCHTENHOF zur Verfügung und gestattete im Einvernehmen mit dem Papst Martin III. die Errichtung eines Klosters.

Ein künstlerischer Ort

Bereits unter ihrem ersten Rektor Bernhardus entfalteten die "Brüder vom Gemeinsamen Leben", die nach der Regel des hl. Einsiedlers Hieronymus lebten, eine vielseitige Tätigkeit. Neben geistlichen und unterrichtlichen Aufgaben beschäftigten sie sich bevorzugt mit der Herstellung von Handschriften und dem Einbinden von Büchern. Die handwerklich geschulten Mitglieder der religiösen Genossenschaft erbauten neben den Wohn- und Werkstätten auch eine mit vier Altären ausgestattete Kirche.

Ein bildender Ort

Die Seminarkirche im vorderen Brühl wurde am 11. Mai 1772 als Gotteshaus der Franziskaner konsekriert.
Im 19. Jahrhundert unterrichtete hier der Jesuitenorden. Anschließend gaben zweihundert Jahre Kapuziner ihre Antwort auf die Zeichen der Zeit und förderten eine menschennahe Frömmigkeit. Für die theologisch-pastorale Priesterausbildung wurde 1835 das Priesterseminar errichtet.

Ein wandelnder Ort

1945 wurden Teile des Anwesens durch Bomben zerstört. Man gab nicht auf, sondern durch den Neubau der Priesterausbildung neuen Raum. Wiederaufgebaut zeigt die Seminarkirche (einst genannt "Mariä-Lichtmess-Kirche") heute in ihrem Innern ein völlig neues Gesicht. Ihre schlicht-schöne, in edlen Barock gehaltene Fassade konnte erhalten werden, die mit dem von der Straße weit zurücktretenden Vorhof und den anschließenden Gebäudeteilen des einstigen Klosters ein in sich geschlossenes, eindrucksvolles Bild bietet. 2010 wurde die Seminarkirche nochmals renoviert, um sie als liturgischen Erfahrungsraum in die Gegenwart hineinzulesen. Der Eingangsbereich des Tagungshauses bekam bereits in den siebziger Jahren ein neues Gesicht. Unter dem Namen "Tagungshaus Priesterseminar" war das gesamte Gebäude-Ensemble zuletzt sowohl als Tagungshaus als auch Ausbildungsstätte für Priester bekannt.

Ein gegenwärtiger Ort

Seit 02.02.2022 heißt der Ort wieder LÜCHTENHOF. Im Angebot hat er weiterhin Räumlichkeiten zum Tagen und Nächtigen für Einzelgäste und für Organisationen aus Kultur, Bildung, Kirche und Gesellschaft. Darüberhinaus bietet er neuerdings ein eigenes Programm rund um nachhaltigen Lebensstil, kreative Unternehmungskultur und klösterliche Spiritualität. Er fungiert außerdem als Ort der Aus-, Fort- und Weiterbildung für das Bistum Hildesheim, welches seine Trägerin ist.